Kotproben Untersuchung

Man sollte mindestens einmal im Jahr, am besten kurz vor der Winterruhe der Tiere, auf Parasiten untersuchen lassen.

Natürlich ist eine Untersuchung auch unumgänglich, wenn man in die bestehende Gruppe ein neues Tier eingliedern möchte. 
Die wichtigste Untersuchung ist der Test auf Cryptosporidien, da diese Parasiten noch kaum erforscht sind und man sie nicht bekämpfen kann (weitere Informationen weiter unten).
 

cryptosporidien - Was ist das?

Cryptosporidien sind einzellige Parasiten die den Magen- und Darmtrakt befallen.

 
Wie kommt mein Tier an Cryptosporidien?
 
Ein Tier infiziert sich durch orale Aufnahme mit dem Erreger der Cryptosporidien z.B durch das Belecken der Umgebung im Terrarium (Sand, Steine, Kot von anderen Tieren) oder durch die Aufnahme von infiziertem Futter (Futtertiere, die Kot von infizierten Tieren gefressen haben) oder durch die Aufnahme des bereits durch erkrankte Tiere verunreinigtes Trinkwasser.
Eine Übertragung von dem Muttertier auf das Jungtier ist sehr unwahrscheinlich, es bestünde nur die Möglichkeit der Übertragung durch eine infizierte Eischale.
Der Hauptinfektionsgrund ist jedoch das Einbringen neuer Geckos in die bereits bestehende Gruppe, ohne ausreichend lange Quarantäne sowie Kotuntersuchung.
 
 
Wie äußert sich eine Infektion?
 
Infizierte Tiere magern sehr stark ab, obwohl sie normal und mit Appetit wie bisher weiter fressen. Ein weiterer Hinweis ist, dass die Nahrung meist unverdaut wieder ausgeschieden wird oder die Geckos an Durchfall leiden.
 
 
Wie kann man Cryptosporidien diagnostizieren?
 
Die übliche Methode ist die Kotuntersuchung.
Meistens wird das Verfahren PCR verwendet um die Kotproben auf Cryptosporidien zu untersuchen.
Ich kann da http://www.laboklin.de/ empfehlen.
Wie verfahre ich mit infizierten Tieren?
 
Infizierte Tiere müssen sofort in Quarantäne gesetzt werden.
Am besten eignen sich dafür kleine Terrarien, die man mit Zewa auslegt (zur einfacheren Reinigung).
Die jeweilige Behandlung muss mit dem Tierarzt abgesprochen werden, allerdings gibt es kein Heilmittel. Wichtig ist aber, die Ausbreitung der Cryptosporidien durch die Quarantäne so gering wie möglich zu halten und dem erkrankten Tier ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Im schlimmsten Fall muss man das Tier erlösen.
Ein weiterer wichtiger und unvermeidbarer Schritt ist, den restlichen Bestand ebenfalls auf Cryptosporidien testen zu lassen, da sich die Krankheit - wie oben bereits erklärt - sehr leicht und schnell ausbreiten kann. Im schlimmsten Fall sind weitere Tiere erkrankt, die dann ebenfalls einzeln gehalten werden müssten. In dem Fall muss leider auch das Terrarium entsorgt werden, da es keine zuverlässige Möglichkeit gibt, die Erreger abzutöten. 
Sollte es glücklicherweise so sein, dass nur ein Tier erkrankt ist, so ist auf strikte Hygiene zu achten (auch in Bezug auf die eigene Handhygiene)! Die gesunden Tiere dürfen in keinem Fall mit dem Kot des erkrankten Geckos in Berührung kommen.
Da sich der Erreger im Magen- und Darmtrakt befindet, dürften Cryptosporidien eigentlich nicht über den Speichel übertragbar sein. Dennoch ist es ratsam, auch unterschiedliche Pinzetten etc. zu benutzen, falls ihr eure Geckos ab und an oder auch dauerhaft mit der Pinzette füttert.